Liebes Morgensternchen,
malkreist ihr schon wieder?
(...siehst du den Eis-Kuss? Siehst'es? Siehst'es?)
Ich meine Uebelkeit im Font zaehle ich nicht wirklich, zumal das wohl daran lag, das sich Eiscreme, Bananenchips, Gummibaerchen, Schokolade, Sandwiches, Gewuerzgurken und Salami mit Cola nicht so ganz vertragen .
Dann ist es auch zu spaet fuer Reisetabletten!
Ich hatte ein Hotel direkt an der Autobahn in Belgien gebucht.
In meiner unschuldigen Weisheit und einer jener Geistesblitze, habe ich angenommen ein Schlafpause bei so einer langen Fahrt sei eine gute Idee! Mit nichten!
Bis Schnurzi und Purzi ausgeladen waren und Micky und Minni und all die anderen absolut lebensnotwendigen Stofftiere, MP3’s, Handies, Kosmetika, Lipgloss ist mitten in der Nacht absolut entscheidend, stell Dir doch nur vor der Porter koenne feststellen, dass frau keinen Lipgloss aufgelegt hat und schlimmer noch, es ist nicht der blass rosaschimmernde (!), DVD’s und was man sonst noch fuer das schiere Ueberleben braucht, war die halbe Nacht rum.

Ich fuehlte mich an dieser Stelle bemuessigt eine Ansprache zu halten, das wir keinegswegs and unserem Bestimmungsort angekommen seien, sondern in diesem freundlich Inn nur eine Nacht zu naechtigen gedaechten. Ein Gegrunze in einer mir nicht verstaendlichen Sprache und ein Schulterzucken, war das hoechste der Gefeuhle. Keine weiteren Reaktionen.
Die naechste Huerde war die Zimmerverteilung. Ich weiss nicht wie, aber irgendwann hatte dieser nette Koffertraeger aus Mitleid mit mir, einfach diverse Taschen auf die Zimmer verteilt. Im Komandoton habe ich dann alle zu ihren Taschen beordert und Schluss aus, Ende, Klappe zu!
Es war vier Uhr morgens als endlich Ruhe eingekehrt war. Richtig schlafen konnte ich dann auch nicht mehr. Hab' mich dann zum Fruehstuck geschlichen und gemuetlich und ganz in Ruhe die Zeitung gelesen, einen Milchkaffee geschluerft und ein Croissant gegessen.

Als die Horden dann runter kamen, war ich nicht nur koerperlich, sondern auch nervlich gestaerkt. Selbstverstaendlich hatten die lieben Kinderchen die Minibar gepluendert, die Proebchen ausprobiert und Babe, ist ja eigentlich kein Baby mehr, hatte sich die Schuhe geputzt... direkt gegenueber unseres Zimmers stand eine von diese Schuhputzmaschinen... naja in dem ganzen Trubel hat Babe, clever kid, herausgefunden wie man die benutzt. Die weissen Turnschuhe sind jetzt nicht mehr ganz weiss, was mich aber wirklich beunruhigt ist, kann man Schuhcreme essen? Abwaschen geht sehr schlecht. Beim Fruehstuck haben sie mich gefragt ob Babe adoptiert sei... wegen der anderen Hautfarbe, " ... es ist Schuhcreme!". „Mama, was ist adoptiert?“ „Mein Schatz, Du bist nicht adoptiert. Also don’t worry!“ „Nee, die ist mutiert!“... kommt es von den Grossen. „Mama, was ist mutiert?“ ARGGGGGHHH.
Bis Schnurzi und Purzi nun wieder eingeladen waren und Micky und Minni und all die anderen absolut lebensnotwendigen Stofftiere, MP3’s, Handies, Kosmetika, Lipgloss, DVD’s, war schon wieder der halbe Tag rum.
Ich nenne meine Auto auch schon nicht mehr Auto, sondern bevorzuge den Begriff Automobil. Ich finde es bringt viel besser zum Ausdruck, dass die Aufgabe eines modernen Familienfahrzeugs vielmehr darin besteht, Schnurzi und Purzi, Micky und Minni und all die anderen absolut lebensnotwendigen Stofftiere, MP3’s, Handies, Kosmetika, bloss nicht den Lipgloss vergessen,DVD’s von A nach B zu transportieren.
Wir sind an der niederlaendischen Grenze angelangt.
Mal sehen was uns hier erwartet.
Tot ziens
Das eine M
2 comments:
Ich seh ihn, ich seh ihn, den Kuss natürlich. wie hast du das nur wieder hingekriegt. Stehe neidvill visavis. Ich seh sowas nie! Eure Reise war wohl eine Reise wert oder?
Gruß vom anderen M
Fototechnisch gesehen auf jedenfall! Vor lauter schlechtem Gewissen bin ich naemlich sehr fleissig gewesen. Werde es flickrn. Mx
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